Freilichtmuseum Reppichau


Reppichau ist das erste und einzige Freilichtmuseum für "Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte".


Informationszentrum "Spegel der Sassen"

Das Informationszentrum mit wunderschönem Rittersaal liegt direkt am Rastplatz des Radweges R1. Der Besucher wird allseitig informiert und mit Material versorgt. Von hier aus starten Führungen durch das Dorf.

Informationszentrum Rittersaal im Informationszentrum

Dorfteich

Am Dorfteich stehen 7 Großfiguren (5 Meter Höhe) mit Erklärungstafeln. Der ganze Bereich ist der heiligen, weltlichen oder auch märchenhaften Zahl "7" gewidmet.

Eine große Wandmalerei zeigt einen mittelalterlichen Markt im Innenhof der Burg Falkenstein mit einem Hinweis auf die Zahl 7. Wer 50 Jahre alt wurde, musste aus der Gefangenschaft entlassen werden, ob er wollte oder auch nicht. Entlang der Straße ist die Abbildung der Fahnenlehen aus dem Heidelberger Sachsenspiegel zu sehen. Die wunderschönen Wappen stellen die damaligen Markgrafschaften dar.

Das Trafohaus zeigt Darstellungen aus dem Dresdner Sachsenspiegel. Es sind die 7 Schöpfungstage, die 7 Weltenalter, die 7 Heerschilde und die 7 Verwandtschafts- und Erbschaftsgrade.

Trafohaus mit Darstellungen Wandmalerei gegenueber dem Dorfteich
Akener Straße / Eingang Lindenstraße


Drei lebensgroße Kühe sind mit Darstellungen aus den vier Bilderhandschriften versehen. Eine original nach gebaute Milchbank, davon gab es im Dorf mehrere, soll darauf hinweisen, dass diese Sammelstellen zur Erleichterung für die Kutscherjungen dienten. Die schweren vollen Milchkannen mussten zur Zentralmolkerei ins 15 km entfernte Dessau gefahren werden. Die Bauern brachten die vollen Kannen auf die Milchbank, die Kutscherjungen fuhren mit dem Pferdegespann heran und luden problemlos die vielen Milchkannen auf den Wagen.

Eike von Repgow Dorf Wandbild in der Lindenstr

Fassadenbemalungen

Die Fassadenbemalungen zeigen das Fahnen- und Gebäudelehen. Die alte Dorfschmiede wurde bildlich wiedergegeben, so wie sie vor Jahrzehnten aussah. Auf einem schönen Torbogen sind Schweine und Gänse dargestellt, die Schaden auf einem Getreidefeld angerichtet haben. Um weiteren Schaden abzuwenden, konnte der Bauer seine Hunde auf diese jagen. Wurden Schweine oder Gänse verletzt oder kamen sie sogar zu Tode, wurde der Bauer nicht bestraft, hatte er ja nur sein Eigentum geschützt.

Dorfplatz

Direkt auf dem Dorfplatz kann man in der Eike von Repgow Gastwirtschaft "Zur Morgengabe" verweilen. Vor der Gaststätte ist eine Menschengruppe dargestellt, die im Sachsenspiegel als geschützte Personen bezeichnet wurden. Das waren Kirchenvertreter, Frauen, Mädchen und der Jude, als Vertreter des wahren Glaubens und dem Heiligen Land.

Dorfplatz

Kirchpark

Im Kirchpark stehen wunderschöne Metallplastiken mit christlichen Motiven aus dem Sachsenspiegel.

Die ersten drei Plastiken stellen die Prologseite der Oldenburger Bilderhandschrift dar:
Die Tafel mit Schrift in Mittelniederdeutsch,
Eike von Repgow mit Federkiel,
das Wappen der Grafschaft Oldenburg,
die Taube symbolisiert den Heiligen Geist und
das Buch den Sachsenspiegel.

Eike von Repgow Dorf Kirchpark

Gott übergibt dem König das Richterschwert und droht ihm mit dem Fegefeuer. Das Gottes Zorn und Gericht über sie gnädig ergehen möge, denn sie sprechen in seinem Namen Recht. "Vom Recht soll sich keiner abbringen lassen, weder durch Liebe noch Leid, weder durch Drohung noch Geschenk". Die Zweischwerterlehre, die zwei Erzbistümer Magdeburg und Mainz und ein Denkmal von 1934 sind auf dem Kirchpark zu sehen.

Eike von Repgow Straße

In der Eike-von-Repgow-Straße ist an einem Gehöft ein Vermerk zum Wohnsitz der Ritterfamilie angebracht. Durch den Turm der Kirche ist Eike geschritten. Der untere Bau des Turmes stammt aus der romanischen Zeit. Die Kirche wurde 1823 neu errichtet.

Eike von Repgow Gedenktafel an der Kirche

Am Anger

In der Straße "Am Anger" sind sehr schöne Wandbilder entstanden. Die Bilder zeigen den Burgfrieden, das Verwandtschaftsrecht, oder geben Auskunft von strafbaren Handlungen. Ebenfalls sind eine schwörende Hand an der Wiedervereinigungseiche und eine Fotowand aufgestellt, wo man sich als Ritter verewigen kann.

Mühlenmuseum

Museum in der alten MuehleDas Mühlenmuseum: Wer kennt nicht den Ausspruch "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst". Dieser Spruch stammt aus dem Sachsenspiegel und gilt heute noch, so zum Beispiel im Patentrecht. Der Besucher kann sich begeistern lassen von einer Ausstellung, wo Dorf- und Heimatgeschichte liebevoll dargestellt und der Sachsenspiegel, der dem Interessierten viel Neues und auch Althergebrachtes sagen wird.

Lindenstraße

In der Lindenstraße stehen die 13 lebensgroßen Lampenhalter. Vom Fürst bis zur Giftmischerin, vom Grobian bis zum Narren, auch von "California", die vor dem Königsgericht sich ungebührlich verhielt und seither Frauen nicht mehr selbst ihr Recht einklagen konnten, sind hier zu sehen.

Das berühmte bleiverglaste Fenster von der Burg Falkenstein, wo Graf Hoyer und Eike von Repgow abgebildet sind, ist an einem restaurierten Fachwerk mit wunderschönem Rankenwerk aus Sachsenspiegelhandschriften wiedergegeben worden.

An einem Wandgiebel ist zur Geschichte Anhalts eine Zeittafel aufgemalt. Ebenfalls sind in Bildern die vier Schlösser der Fürstenresidenzen von Dessau, Zerbst, Köthen und Bernburg in all ihrer damaligen Pracht und Herrlichkeit zu sehen.

www.reppichau.de

Bildergalerie

 

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