Einbürgerungsbehörde

Allgemeine Hinweise für den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung

Bei der Einbürgerung wird zwischen einem gesetzlichen Anspruch nach § 10 Staatsangehörigkeitsgesetz oder der Entscheidung im Ermessen nach §§ 8 und 9 Staatsangehörigkeitsgesetz unterschieden.

Antragsberechtigt ist jeder ab dem vollendeten 16. Lebensjahr. Für minderjährige Kinder stellen die sorgeberechtigten Eltern den Antrag.

Die Gebühr für eine Einbürgerung beträgt pro Person 255 Euro. Bei Miteinbürgerung minderjähriger Kinder pro Kind 51 Euro.

Wann ist der gesetzliche Anspruch für eine Einbürgerung gegeben?

  • Besitz einer unbefristeten Aufenthaltsgenehmigung oder einer Aufenthaltserlaubnis
  • Ein 8jähriger gewöhnlicher rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland
  • Absicherung des Lebensunterhaltes für sich selbst und die Familie ohne Inanspruchnahme von Sozialleistungen
  • Nachgewiesene ausreichende deutsche Sprachkenntnisse
  • Kenntnisse über die Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie die Lebensverhältnisse in Deutschland (Einbürgerungstest)
  • Keine strafrechtlichen Verurteilungen
  • Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland
  • Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit - Ausnahmen sind bei der Einbürgerungsbehörde zu erfragen.

Wenn eine dieser gesetzlichen Voraussetzungen fehlt, entsteht kein Rechtsanspruch auf Einbürgerung, ggf. ist eine Einbürgerung im Ermessensweg möglich.

Als Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner eines deutschen Staatsangehörigen gibt es neben den bereitsn genannten Voraussetzungen einige Erleichterungen. Als rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland sind drei Jahre ausreichend. Zum Zeitpunkt der Einbürgerung muss die Ehe oder eingetragene Partnerschaft seit mindestens zwei Jahren bestehen. Beim Einkommen reicht es aus, wenn dieses für die Familie durch einen der Partner ausreichend gesichert wird.

Antragsformulare werden Ihnen an den Standorten des Landkreises Anhalt-Bitterfeld in Bitterfeld-Wolfen OT Bitterfeld, Köthen (Anhalt) und Zerbst/Anhalt ausgehändigt, ggf. nach telefonischer Beratung auch per Post zugesandt.

Bei Rückfragen zum Einbürgerungsverfahren können Sie während der Sprechzeiten persönlich in der Einbürgerungsbehörde vorsprechen oder telefonische Auskünfte einholen.

Die Einbürgerungsbehörde hat ihren Sitz in Köthen (Anhalt), Am Flugplatz 1.

Ihre Ansprechpartnerin ist:
Frau Firchau
Tel.: 03496 60 -1508
Fax:: 03496 60 -1512
E-Mail: Isolde.Firchau@Anhalt-Bitterfeld.de
(nur für formlose Mitteilungen ohne elektronische Signatur)

Folgende Unterlagen sind regelmäßig vorzulegen:

  • Antrag auf Einbürgerung mit Begründung
    • Erklärung zum Antrag
    • Loyalitätserklärung
    • Datenschutzrechtlicher Hinweis
  • Pass mit Nachweis der Aufenthaltsgenehmigung
  • Lebenslauf - eigenhändig und ausführlich geschrieben
  • Geburtsurkunde - wenn fremdsprachig dann mit deutscher Übersetzung
  • Heiratsurkunde bzw. Auszug aus dem Familienbuch
  • Aktuelle Meldebescheinigung
  • Einbürgerungstest
  • Nachweise über die berufliche Tätigkeit in Deutschland
    • Arbeitsverträge
    • Nachweise über Selbständigkeit
    • Arbeitszeugnisse
  • Nachweise über Altersversorgung
    • Rentenversicherungsunterlagen
    • Lebensversicherungen o. ä.
  • Nachweise über Aus- und Weiterbildung:
    • Abschlusszeugnisse
    • Zeugnisse über erworbene Deutschkenntnisse - Abschluss B1(GER)
    • Integrationskurs
  • Nachweise über Einkommen in Form von Gehalts- bzw. Lohnabrechnungen der letzten drei Monate, ggf. auch vom Ehepartner
  • Bei Selbständigkeit- letzter Bescheid vom Finanzamt, aktuelle Bestätigung des Steuerberaters sowie die betriebswirtschaftliche Auswertung
  • Bei Arbeitslosigkeit - Bescheide über den Anspruch von Leistungen

Je nach Sachverhalt sind zusätzlich vorzulegen:

  • Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit des Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartners
  • Bei minderjährigen Kindern Sorgerechtsnachweis
  • Bei Auflösung einer Ehe - Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde des Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartners
  • Nachweis über einen besonderen Status wie
    • Heimatloser Ausländer
    • Asylberechtigter
    • Ausländischer Flüchtling
    • Staatenloser

Weitere Informationen zum Thema Einbürgerung erfahren Sie unter

http://www.einbuergerung.sachsen-anhalt.de/

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