Jagdbehörde

Allgemeine Informationen zum Jagdausübungsrecht, zur Jägerprüfung und zur Ausstellung von Jagdscheinen durch die untere Jagdbehörde des  Landkreises Anhalt-Bitterfeld


I. Die Ausübung der Jagd auf wildlebende Tiere ist im Bundesjagdgesetz und im Landesjagdgesetz Sachsen-Anhalt geregelt.

Gemäß § 1 Bundesjagdgesetz ist das Jagdrecht die ausschließliche Befugnis auf einem bestimmten Gebiet wildlebende Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen, zu hegen, auf sie die Jagd auszuüben und sie sich anzueignen.

Die Hege hat die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen zum Ziel. Die Hege muss dabei so durchgeführt werden, dass Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildschäden, vermieden werden.

Die Jagd darf nur ausüben, wer einen Jagdschein und als Revierinhaber die volle oder als angestellter Jäger oder Jagdgast eine beschränkte Befugnis besitzt, in einem Jagdbezirk persönlich zu jagen. In befriedeten Bezirken ruht die Jagd.

Jägerprüfung

Voraussetzung für den Erwerb eines Jagdscheins ist das erfolgreiche Ablegen einer Jägerprüfung. Der Termin für die Abnahme der Jägerprüfung wird öffentlich bekannt gemacht, u.a. im Amtsblatt des Landkreises Anhalt-Bitterfeld.

Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung ist bei den Mitarbeitern der unteren Jagdbehörde (siehe unten) erhältlich und muss fristgemäß bei der unteren Jagdbehörde vorliegen.

Die Zulassung zur Jägerprüfung setzt voraus, dass der Prüfling

  • spätestens sechs Monate vor der Prüfung 15 Jahre alt geworden ist,
  • eine Haftpflichtversicherung für den Waffengebrauch nachgewiesen und
  • die Prüfungsgebühren beim Landkreis Anhalt-Bitterfeld eingezahlt hat (125,00 Euro).

Vorbereitungslehrgänge können bei Jagdschulen absolviert werden.

Auskünfte erteilen

  • Jägerschaft Bitterfeld (Götz Wolff, Krina, Schwemsaler Straße 43, 06774 Muldestausee), Tel.: 0172-9908355
  • Kreisjägerschaft Köthen e.V. (Frank Sommerlade, Ballenstedter Bogen 14, 06366 Köthen), Tel.: 03496-551425, d.511605
  • Jägerschaft Zerbst e.V. (Ralf Müller, Bone, Neuer Weg 12, 39264 Zerbst/Anhalt), Tel.: 03923-2828

Der Besuch wird für eine erfolgreiche Jägerprüfung empfohlen!

Die Jägerprüfung besteht aus folgenden Teilen:

  • dem jagdlichen Schießen,
  • der schriftlichen Prüfung und
  • der mündlich-praktischen Prüfung.

Das jagdliche Schießen besteht aus den Teilprüfungen Büchsenschießen, Flintenschießen und Kurzwaffenschießen.

Bei der schriftlichen Prüfung werden in einem von der Prüfungskommission erarbeiteten Fragebogen 20 Fragen für jedes der sechs folgenden Prüfungsfächer gestellt, welche die Prüflinge unter Aufsicht zu beantworten haben:

  • Jagdbare Tiere
  • Hege und Jagdbetrieb
  • Ökologie, Naturschutz und Landschaftsschutz
  • Jagdhundewesen 
  • Behandlung erlegten Wildes
  • Jagdwaffen
  • Jagdrecht

Jagdschein
Personen, welche die Jägerprüfung erfolgreich abgelegt und das 16. Lebensjahr bereits vollendet haben, können einen Antrag auf Erteilung eines Jagdscheines stellen. Dem Antrag sind das Prüfungszeugnis, der Nachweis über eine abgeschlossene Jagdhaftpflichtversicherung und ein aktuelles Passbild beizufügen.

Der Jagdschein wird nach Prüfung der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit und der körperlichen Eignung ausgestellt.


Ausländertagesjagdschein

Ausländer können bei Nachweis einer Jagdgelegenheit und ausreichender jagdlicher Erfahrung (z.B. durch einen ausländischen Jagdschein mit Übersetzung) für 14 aufeinanderfolgende Tage eine Jagdschein beantragen. Zusätzlich ist eine Kopie des Reisepasses, der Nachweis ausreichender Jagdhaftpflichtversicherung mit Sitz in der EU (mindestens 500 000 € Personenschäden; 50 000 € Sachschäden) und der europäische Feuerwaffenpass in Kopie (Ersatzweise die Selbstauskunft mit Originalunterschrift) bei der Neubeantragung mindestens 4 Wochen vor der Jagd mit dem Antrag auf Jagdscheinerteilung einzureichen.

II. Das Jagdausübungsrecht von Hauseigentümern und Nutzungsberechtigten
Eigentümer oder Nutzungsberechtigte von befriedeten Bezirken dürfen unabhängig von jagdrechtlichen Beschränkungen und ohne Jagdschein unter Beachtung von § 4 Abs. 1 Tierschutzgesetz (Betäubung/Vermeidung von Schmerzen)

  • Füchse,
  • Steinmarder, 
  • Waschbären, 
  • Marderhunde, 
  • Minke und
  • Kaninchen

fangen, töten und für sich behalten.

Als befriedete Bezirke gelten in Sachsen-Anhalt z.B. bebaute Flächen innerhalb geschlossener Bebauung wie Gebäude und Hofräume sowie Hausgärten, Friedhöfe, Sportplätze und Gehege.

III. Ihre Ansprechpartner für alle Belange des Jagdrechts sind am Hauptsitz der Kreisverwaltung, Am Flugplatz 1, 06366 Köthen (Anhalt),

- von Montag bis Freitag zu den allgemeinen Sprechzeiten -

Herr Rochlitzer
Zimmer 151
Tel: 03496-601523
Fax: 03496-601512
Mail: mailto:Ruediger.Rochlitzer@Anhalt-Bitterfeld.de
(nur für formlose Mitteilungen ohne elektronische Signatur)

Herr Lindner
Zimmer 149
Tel: 03496 60 - 1511
Fax: 03496 60 -1512
Mail: Thomas.Lindner@Anhalt-Bitterfeld.de
(nur für formlose Mitteilungen ohne elektronische Signatur)


Auskünfte erteilt ebenso der Kreisjägermeister, Herr Wolfgang Mengel,
Krina, Kirchstraße 13, 06774 Muldestausee, Tel.: 034955-21813.


Die Verlängerung von Jagdscheinen tätigt in Bitterfeld,
Zimmer 136, Röhrenstraße 33, 06749 Bitterfeld-Wolfen,


- von Montag bis Freitag zu den allgemeinen Sprechzeiten -

Herr Schneider
Tel.: 03493 341- 462
Fax: 03493 341 - 337
Mail: Frank.Schneider@Anhalt-Bitterfeld.de
(nur für formlose Mitteilungen ohne elektronische Signatur)


Die Verlängerung von Jagdscheinen tätigt in Zerbst/Anhalt,
Zimmer 208, Fritz-Brandt-Straße 16, 39261 Zerbst/Anhalt:


- dienstags zu den allgemeinen Sprechzeiten (9:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr) sowie in den Monaten März und April auch donnerstags zu diesen Zeiten -

Frau Mertens
Tel.: 03923 702 - 117 bzw. 03496 60 - 1527
Fax: 03923 702220
Mail:Elisabeth.Mertens@Anhalt-Bitterfeld.de
(nur für formlose Mitteilungen ohne elektronische Signatur)

In Bitterfeld und in Zerbst/Anhalt liegen jagd- und waffenrechtliche Antragsformulare bereit, welche dort auch wieder abgegeben werden können.

Hinweise:

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