Stadt Südliches Anhalt

Südlich der Kreisstadt Köthen (Anhalt) gelegen, dehnt sich die Stadt Südliches Anhalt in einem großen Bogen von der Grenze zum Salzlandkreis im Westen bis hin zur Südgrenze der Stadt Dessau aus. Im Süden grenzt sie an die Stadt Zörbig. Sie erreicht eine Ausdehnung von 32 Kilometern und umfasst eine Fläche von mehr als 19.000 ha mit ihrem Verwaltungszentrum in der zentral gelegenen Ortschaft Weißandt-Gölzau.

Die zentrale Lage zwischen den Städten Halle, Dessau-Roßlau und Köthen (Anhalt), die direkte Anbindung an die Bundesstraße B 183 sowie zwei in unmittelbarer Nähe gelegene Autobahnanschlussstellen (A 9 und A 14) bilden die Grundlage der wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Erwähnenswert ist auch die Nähe zum Binnenhafen Aken an der Elbe. Erholung für die ganze Familie bieten das Freibad Glauzig und das Seebad Edderitz.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.suedliches-anhalt.de

Zur Stadt Südliches Anhalt gehören die Ortsteile: 

Südliches Anhalt












Gröbzig ist ein Ortsteil an der Fuhne mit etwa 3.000 Einwohnern. 1291 wurde die Stadt erstmals erwähnt. Sie verkörpert ein besonderes Kapitel deutscher Geschichte.

Das älteste Zeugnis der Vergangenheit Gröbzigs ist der etwa 1.000 Jahre alte Schlossturm. Dieses heutige Wahrzeichen der Stadt wird im Volksmund "Mauseturm" genannt, da er früher als Gefängnis für die Leute diente, die etwas "gemaust hatten". Er ist das einzige Überbleibsel des Gröbziger Schlosses.

Das Gröbziger Schloss, welches im 8. oder 9. Jahrhundert vermutlich auf den Resten einer slawischen Wallburg errichtet worden ist, war der Mittelpunkt um den sich die Stadt entwickelte. Das Schloss überstand den 30jährigen Krieg und den Stadtbrand von 1675 ohne weitere Schäden. Jedoch ab 1809 begann man mit dem Abbruch des Schlosses, da es seit 1784 nicht mehr genutzt wurde.

In Gröbzig existierte seit 1728 eine jüdische Religionsgemeinde, der um 1800 fast 20 % der Bevölkerung angehörten. Die Synagoge (1766), das Kantorhaus, die Schule und der jüdische Friedhof bilden eine Einheit, welche in Deutschland einmalig ist. Die Synagoge ist seit 1931 ein Museum.

MauseturmSynagoge

Museum Synagoge Gröbzig

Die Synagoge Gröbzig bildet mit dem jüdischen Gemeindehaus, dem jüdischen Friedhof und dem Schulgebäude ein gut erhaltenes Denkmalensemble. 1934 wurden diese Einrichtungen von der kleinen jüdischen Gemeinde dem Heimatverein der Stadt übertragen. Dadurch konnte diese Synagoge die Reichspogromnacht von 1938 unbeschadet überstehen.

Das Museum ist ein kulturhistorisches Zentrum das die Kultur und Geschichte des Judentums im mitteldeutschen Raum, vor allem der des 18. und 19. Jahrhunderts, veranschaulicht. Sonderausstellungen in der Galerie des Museums sowie Musik und Theater bieten spezifische Anlässe zur Begegnung.

Infos unter: http://www.synagoge-groebzig.de/

Radegast liegt eingebettet im Fuhnetal - mit viel ländlichem Flair. Im Südosten grenzt dieser Ortsteil an das Naturschutzgebiet "Cösitzer Teich". 1244 wurde Radegast erstmals als Besitz der "Frates de Radegiz" (Gebrüder von Radegast) urkundlich erwähnt. Im Mittelalter war die Stadt Grenzstation zwischen Anhalt und Preußen. Zeitzeugen dafür sind das Wegedenkmal der "Theure Christian" und das Zollhaus.

Mit einer Sanierung des alten Dammes in den Jahren 1686 bis 1688 zwischen Radegast und Zörbig wurde eine wichtige Handelsstraße zwischen Magdeburg und Leipzig geschaffen. 1702 begann der Bau der ersten Radegaster Kirche. Der Kirchturm stürzte jedoch bereits im Jahr 1752 wieder ein und wurde noch im selben Jahr wieder aufgebaut. Zwei historische Gasthöfe stammen auch aus dieser Zeit. Beide existieren noch heute, jedoch wird nur noch einer bewirtschaftet.

Die Geschichte des Radegaster Falschmünzers

Anno 1780 siedelte sich in Radegast ein Apotheker mit Namen Ziervogel an. Ihm ging die Kunde voraus, dass er sich in Geldschwierigkeiten befand und auch seine Zulassung als Apotheker verkauft habe.

Er versuchte tatsächlich seine finanzielle Situation aufzubessern. Deshalb beschaffte er sich eine Münzprägepresse und Prägestempel. Damit stellte er im Keller seiner Apotheke Falschmünzen her. Das ging auch lange Zeit gut. 1786 jedoch kam man ihm auf die Schliche.

FalschmünzerMedaillen

Er wurde verhaftet und auf die Festung "Frohe Vesta" nach Halle geschafft. Ziervogel hatte gegen das geltende Münzrecht verstoßen. Der Apotheker versuchte durch Lügen von seinem Verbrechen abzulenken. Da er nicht geständig war, wendete man die Folter zur Erzwingung eines Geständnisses an. Ziervogel gab dann doch seine Tat zu. Man verurteilte ihn zum Tod durch das Schwert. Jedoch verstarb er vor der Vollstreckung des Urteils im Jahre 1787 an den Folgen der Folter und den Bedingungen in der Festung.

Weitere Ortsteile der Stadt Südliches Anhalt:

Edderitz, Fraßdorf, Glauzig, Görzig, Großbadegast, Hinsdorf, Libehna, Maasdorf, Meilendorf, Piethen, Prosigk, Quellendorf, Reupzig, Riesdorf, Scheuder, Trebbichau a.d.F., Weißandt-Gölzau

Nähere Informationen finden Sie unter: http://www.suedliches-anhalt.de/

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